Mutter Cosima liest beim Frühstückstisch dem Filius aus Zenshos Worten eines Erwachten vor über die geistige Verblendung: "In Wahrheit nimmst du aber nur scheinbar mit den Sinnesorganen etwas Äusseres wahr, denn Raum ist nichts weiter als Projektion des Bewusstseins." - Kindchen hält inne, schaut sein Honigbrot an, sagt: "Das stimmt nicht, das Brot gibt es.", beisst genussvoll rein und schaut mich triumphierend an beim Kauen. :)
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So sehr ich Zenshos Worte teile im Sinn, so wenig konnte ich dem Kind widersprechen. Wenn wir etwas sehen, lässt sich sagen, es kann die Färbung unserer Augen sein. Schon Kant sagte: Wenn du etwas Grünes siehst, weisst du nicht, ob es wirklich grün ist oder dein Auge eine grüne Glasscheibe. Wenn wir etwas hören, könnten wir es auch nur in der Vorstellung hören. Die Schallwellen sind leichter als nur vorgestellt zu denken als etwas, was wir fühlen. Dasselbe gilt bei Reflexen, Sinnesreizen wie Speichel (Pavlov) und ähnlichem. Aber wie steht es beim Berühren? Das erscheint uns irgendwie wirklicher als das Gefühlte, Gehörte, Gesehene. Was die Hände spüren, das ist unumstösslicher wahr als alles andere. Wieso geben wir dem Tastsinn die Oberhand über die anderen Sinne? Wieso ist er wahrer als jeder andere?
Wenn alles Energie ist, alles nur der eine Geist, wir alle eines sind und alles nur Energie ist, die in verschiedener Materialisierung auftritt, sei es als Schallwellen, sei es als Rauch, Flüssigkeit oder noch dichter als Körper - dann ist alles Energie in Bewegung und damit gleich wahr. Die Frage ist aber: wo findet die Materialisierung statt? Nur in unserem Geist/Bewusstsein oder eben doch ausserhalb? Und wenn nur im Bewusst sein, läge dann, dass wir alle dasselbe sehen (oder zu sehen glauben, denn wissen, was der andere sieht, tun wir nich), daran, dass wir alle eins sind und darum dem gleichen Bewusstsein verbunden?
Und so könnte ich nun weiter zerpflücken und tiefer gehen und jedes einzelne Wort erneut auf die Goldwaage legen, um am Schluss am selben Punkt anzulangen: Die Welt ist der Spiegel unseres Bewusstseins. Erklären kann man es nicht, man muss es fühlen.
Niemand sagte, es sei leicht. Ab Morgen lesen Filius und ich die Hatha Yoga Pradipika - und ich bin gespannt auf unsere Gespräche.
Montag, 23. Januar 2012
Sonntag, 22. Januar 2012
Gespräch der Zwillinge
Kürzlich las ich eine Geschichte, die mich berührte. Hier die freie Nacherzählung der Geschichte von Henry Nouwen:
Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch der Mutter.
„Sag’ mal, glaubst Du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling.
„Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden für das, was draußen kommen wird, vorbereitet“, antwortet der andere Zwilling.
„Ich glaube, das ist Blödsinn!“ sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“
„So ganz weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“
„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“
„Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“
„Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende, Punktum.“
„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden, und sie wird für uns sorgen.“
„Mutter???? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“
„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“
„Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“
„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt.“
__________
Wenn wir die hergebrachten Vorstellungen loslassen und darauf vertrauen, dass mehr existiert als das, woran wir haften, wird das Leben freier und damit entspannter, glücklicher. Erst wenn wir das Haften am Leben loslassen können, wird es erst lebenswert und kein von Angst geprägtes Dasein, welches in allem, was wir tun, die Angst vor dem Ende in sich trägt. Denn wer weiss: vielleicht ist das Nachher viel wunderbarer? Grösser? Vielleicht sind wir erst in der Vorbereitung auf diese nächste Stufe? Wissen tun wir es nicht, aber der Gedanke, dass wir nur ein Teil eines grosssen Ganzen sind, dass wir selber ewig sind in diesem Ganzen, gibt dem Leben ein Stück Gelassenheit. Und Frieden.
Die Welle fragte den Ozean: "Wer bin ich?" - Der Ozean antwortete: "Du bist ich?" Und genau so sind wir zwar einzelne Wellen, aber als solche Wellen immer Teil des Ganzen. Und fühlen ab und an das sanfte Streicheln und die wärmende Hand.
Ein ungeborenes Zwillingspärchen unterhält sich im Bauch der Mutter.
„Sag’ mal, glaubst Du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“ fragt der eine Zwilling.
„Ja, auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden für das, was draußen kommen wird, vorbereitet“, antwortet der andere Zwilling.
„Ich glaube, das ist Blödsinn!“ sagt der erste. „Es kann kein Leben nach der Geburt geben – wie sollte das denn bitteschön aussehen?“
„So ganz weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?“
„So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt. Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz.“
„Doch, es geht bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders.“
„Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen nach der Geburt. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende, Punktum.“
„Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden, und sie wird für uns sorgen.“
„Mutter???? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?“
„Na hier – überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!“
„Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht.“
„Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt.“
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Wenn wir die hergebrachten Vorstellungen loslassen und darauf vertrauen, dass mehr existiert als das, woran wir haften, wird das Leben freier und damit entspannter, glücklicher. Erst wenn wir das Haften am Leben loslassen können, wird es erst lebenswert und kein von Angst geprägtes Dasein, welches in allem, was wir tun, die Angst vor dem Ende in sich trägt. Denn wer weiss: vielleicht ist das Nachher viel wunderbarer? Grösser? Vielleicht sind wir erst in der Vorbereitung auf diese nächste Stufe? Wissen tun wir es nicht, aber der Gedanke, dass wir nur ein Teil eines grosssen Ganzen sind, dass wir selber ewig sind in diesem Ganzen, gibt dem Leben ein Stück Gelassenheit. Und Frieden.
Die Welle fragte den Ozean: "Wer bin ich?" - Der Ozean antwortete: "Du bist ich?" Und genau so sind wir zwar einzelne Wellen, aber als solche Wellen immer Teil des Ganzen. Und fühlen ab und an das sanfte Streicheln und die wärmende Hand.
Kommunikation und moderne Technologie
Wir sind vernetzt. Ständig und überall. Selbst auf dem Klo sind wir erreichbar, Handy sei dank. Sogar Mails können wir da runterladen und beantworten, können an Konferenzschaltungen teilnehmen, doppelte Sitzung quasi. Wo wir gehen und stehen - die ganze Welt ist mit uns, Facebook sei dank. Alle wissen nun, wo wir sind, was wir da machen, wir wissen, wem das alles gefällt. Die Welt wird zum Dorf, wir zu Big Brother und Big Sister. Big Family quasi. Nun wäre es müssig, sich darüber zu unterhalten, ob das nun sinnvoll ist oder überflüssig, jeder hat ein Stück weit selber in der Hand, wie weit er sich darauf einlässt. Gewisse Dinge sind aber fast unausweichlich, da sie von der Gesellschaft immer mehr gefordert werden. Kein Handy - geht nicht. Keine Mailadresse? Ein mitleidiger Blick.
Diese ständige Erreichbarkeit hat durchaus Vorteile: in Notfällen kann man schnell reagieren, man kann verabredungen unkompliziert treffen, man muss keine weiten Distanzen mehr zurücklegen, um andere zu treffen, Kommunikation wird einfacher. Denkt man. Die erleichterte Kommunikation scheint die früher bekannten Anstandsregeln ausser Kraft gesetzt zu haben - oder zumindest in Zweifel gestellt. Während die einen noch immer denken, dass Fragen nach einer Antwort verlangen, die man auch fristgerecht gibt, verlaufen andere Fragen im Nirvana, der Fragende sitzt und wartet und hat keine Ahnung, was denn nun ist, weil die Antwort ausbleibt. Der Umstand, dass man weiss, dass die Frage angekommen ist, gelesen wurde, macht dieses Warten nicht angenehmer, sondern noch fragwürdiger. Wieso kommt keine Antwort? Kein Interesse? Keine Zeit kann es nicht sein, denn ein SMS dauert max. 1 Minute - und wer keine einzige Minute frei hat - der müsste sich dringend mit seinem Zeitmanagement auseinandersetzen.
So oder so lösen diese Verzögerungen schlechte Gefühle auf - Unsicherheiten über den eigenen Stand und den des anderen. Dazu kommt die Unsicherheit, was denn nun eigentlich gefordert wäre in der neuen Kommunikation? Ob die eigenen Ansprüche zu hoch geschraubt sind? Und was man dann den eigenen Kindern noch beibringen soll? "Wenn ich dich was frage? Nein, du brauchst nicht antworten, das kannst du auch morgen noch tun..." ??? Das wäre nicht meine Welt - und sie wird es - Technologie hin oder her - nie sein. Ich mag eine Kommunikation, die gegenseitig ist und die funktioniert. Wenn jedes Mal eine Unsicherheit auftaucht, man ständig auf den anderen wartet, dann passt die Kommunikation nicht. Nicht weil einer richtig, einer falsch ist, sondern weil die beiden Modelle nicht übereinstimmen und so Unstimmigkeiten vorprogrammiert sind. Am Anfang ist es ein inneres Grollen, von dem man ablässt, wenn die Antwort da ist, es wächst weiter, zum Vorwurf: wieso antwortest du mir nie? Geht weiter hin zu: du sprichst nicht mit mir und geht hin zu einem Gefühl von Vernachlässigung, Trauer, Wut. Beim andern kommt erst Druck, das Gefühl, ich mache es nicht richtig, noch mehr Druck und am Ende Ärger, Frustration und auch Trotz. Alle Gefühle sind nicht gesund - weder für den einzelnen Menschen noch für die Beziehung der beiden.
Kommunikation ist wichtig - und dabei auch, dass zwei Menschen die selben Ansichten von derselben haben. Lässt sich kein Weg finden, der für beide passt, wird es schwer - wenn nicht unmöglich.
Diese ständige Erreichbarkeit hat durchaus Vorteile: in Notfällen kann man schnell reagieren, man kann verabredungen unkompliziert treffen, man muss keine weiten Distanzen mehr zurücklegen, um andere zu treffen, Kommunikation wird einfacher. Denkt man. Die erleichterte Kommunikation scheint die früher bekannten Anstandsregeln ausser Kraft gesetzt zu haben - oder zumindest in Zweifel gestellt. Während die einen noch immer denken, dass Fragen nach einer Antwort verlangen, die man auch fristgerecht gibt, verlaufen andere Fragen im Nirvana, der Fragende sitzt und wartet und hat keine Ahnung, was denn nun ist, weil die Antwort ausbleibt. Der Umstand, dass man weiss, dass die Frage angekommen ist, gelesen wurde, macht dieses Warten nicht angenehmer, sondern noch fragwürdiger. Wieso kommt keine Antwort? Kein Interesse? Keine Zeit kann es nicht sein, denn ein SMS dauert max. 1 Minute - und wer keine einzige Minute frei hat - der müsste sich dringend mit seinem Zeitmanagement auseinandersetzen.
So oder so lösen diese Verzögerungen schlechte Gefühle auf - Unsicherheiten über den eigenen Stand und den des anderen. Dazu kommt die Unsicherheit, was denn nun eigentlich gefordert wäre in der neuen Kommunikation? Ob die eigenen Ansprüche zu hoch geschraubt sind? Und was man dann den eigenen Kindern noch beibringen soll? "Wenn ich dich was frage? Nein, du brauchst nicht antworten, das kannst du auch morgen noch tun..." ??? Das wäre nicht meine Welt - und sie wird es - Technologie hin oder her - nie sein. Ich mag eine Kommunikation, die gegenseitig ist und die funktioniert. Wenn jedes Mal eine Unsicherheit auftaucht, man ständig auf den anderen wartet, dann passt die Kommunikation nicht. Nicht weil einer richtig, einer falsch ist, sondern weil die beiden Modelle nicht übereinstimmen und so Unstimmigkeiten vorprogrammiert sind. Am Anfang ist es ein inneres Grollen, von dem man ablässt, wenn die Antwort da ist, es wächst weiter, zum Vorwurf: wieso antwortest du mir nie? Geht weiter hin zu: du sprichst nicht mit mir und geht hin zu einem Gefühl von Vernachlässigung, Trauer, Wut. Beim andern kommt erst Druck, das Gefühl, ich mache es nicht richtig, noch mehr Druck und am Ende Ärger, Frustration und auch Trotz. Alle Gefühle sind nicht gesund - weder für den einzelnen Menschen noch für die Beziehung der beiden.
Kommunikation ist wichtig - und dabei auch, dass zwei Menschen die selben Ansichten von derselben haben. Lässt sich kein Weg finden, der für beide passt, wird es schwer - wenn nicht unmöglich.
Mittwoch, 18. Januar 2012
Wenn Träume wahr werden
Träume sind Schäume sagt ein Sprichwort. Verträumte Menschen werden belächelt und fast schon mitleidig als "Träumer" betitelt und überhaupt ist Träumen was für die, welche es nicht besser wissen. Oft wird Träumen als Gegenteil von Achtsamkeit betrachtet, was aber so nicht stimmt. Achtsamkeit ist eine Art, ans Leben heranzugehen mit wachem Geist, bewusst, im Moment verhaftet. Achtsam sein heisst, hinzuschauen, auf sich, auf andere, auf das Leben. Es heisst, nicht die Augen zu verschliessen vor dem, was ist, was mit einem passiert, wie man selber ist, handelt, fühlt. Achtsamkeit ruft auf zum Leben im Moment, ganz bei sich, in Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit sich selber gegenüber und den andern gegenüber. Aber auch in solchem Achtsamsein kann man Träume haben. Wünsche, wie das Leben weiter gehen soll, Ziele, die man gerne erreichen möchte. Man kann achtsam in sich hineinhören, wo die Träume herkommen, ob es wirklich eigene Träume sind oder solche, die man anderen erfüllen will. Man kann achtsam hinhören, ob die Träume einem überhaupt entsprechen, man selber sich sieht im Traum oder aber das, was man denkt, sein zu müssen/sollen in der Gesellschaft, für die Eltern, für den Partner, für die andern.
Und wenn man dann dahin kommt, zu sagen: Das ist mein Traum, da will ich hin, das ist mein Ziel, dann geht es darum, den Traum zu entschäumen, ihm Hand und Fuss zu geben, einen Boden, ein Fundament. Dazu hilft es, in Schritten vorwärts zu gehen, denn auch Rom wurde nicht in einem Tag erbaut:
1. Mach dir eine genaue Vorstellung: Wo will ich hin, was will ich erreichen, wie sieht mein Ziel genau aus. Stelle dir vor, wie es ist, wenn das Ziel erreicht ist, wie sieht es aus, wie fühlt es sich an, was machst du dann mit diesem Ziel. Stelle dir dich vor nach Erreichen des Ziels, male alles farbig aus, stelle es dir plastisch vor.
2. Step back: Nun lauf von dem Ziel zurück zum Heute, um zu sehen, welche Schritte dich zu diesem Ziel führen. Schaue hin, was dir auf dem Weg zurück begegnet und zeichne so einen Weg auf, der zu diesem Ziel hinführt. Dazu hilft es, Zwischenziele zu formulieren.
3. Zeitrahmen: Um nicht ins Uferlose zu fallen, setze Fristen für die Zwischenziele, definiere, wann du was für dich erreicht haben willst, kannst, was realistisch ist beim Erreichen der Zwischenziele und des Endzieles.
4. Fühle deine Ziele: Lies dir deine eigenen Ziele laut vor und höre in dich hinein: Fühlt sich das gut an? Ist das wirklich realistisch? Glaubst du dran? Willst du es?
5. Hole Hilfe: Erzähle Menschen, von denen du weisst, dass sie hinter dir stehen, von deinen Zielen. Hole Hilfe bei Leuten, die helfen können, sei es mit guten Gedanken (positive Energie zieht positive Energie an), sei es mit aktiver Hilfe und Hilfeleistungen.
6. Hinterfragen: Stelle deine Ziele immer wieder in Frage: Stimmen sie noch, sind es noch Ziele oder hast du dich verändert? Ziele müssen nicht in Stein gemeisselt werden. Die fortschreitende Erkenntnis kann auch Verschiebungen mit sich bringen. Das ist der Fluss des Lebens und starres Festhalten wäre hinderlich.
Und dann geh - geh den Weg und schreite vorwärts. Mit Vertrauen in dich und deine Kraft. Mit Zuversicht, das Ziel erreichen zu können und mit Freude, den Weg gehen zu dürfen. Und langsam siehst du die Träume wahr werden, Schritt für Schritt. Und jeder Schritt gibt ein gutes Gefühl und lässt dich wachsen. Lässt dein Vertrauen in dich selber wachsen. Träume sind keine Schäume, sie können dein Leben sein. Lebe deinen Traum.
Und wenn man dann dahin kommt, zu sagen: Das ist mein Traum, da will ich hin, das ist mein Ziel, dann geht es darum, den Traum zu entschäumen, ihm Hand und Fuss zu geben, einen Boden, ein Fundament. Dazu hilft es, in Schritten vorwärts zu gehen, denn auch Rom wurde nicht in einem Tag erbaut:
1. Mach dir eine genaue Vorstellung: Wo will ich hin, was will ich erreichen, wie sieht mein Ziel genau aus. Stelle dir vor, wie es ist, wenn das Ziel erreicht ist, wie sieht es aus, wie fühlt es sich an, was machst du dann mit diesem Ziel. Stelle dir dich vor nach Erreichen des Ziels, male alles farbig aus, stelle es dir plastisch vor.
2. Step back: Nun lauf von dem Ziel zurück zum Heute, um zu sehen, welche Schritte dich zu diesem Ziel führen. Schaue hin, was dir auf dem Weg zurück begegnet und zeichne so einen Weg auf, der zu diesem Ziel hinführt. Dazu hilft es, Zwischenziele zu formulieren.
3. Zeitrahmen: Um nicht ins Uferlose zu fallen, setze Fristen für die Zwischenziele, definiere, wann du was für dich erreicht haben willst, kannst, was realistisch ist beim Erreichen der Zwischenziele und des Endzieles.
4. Fühle deine Ziele: Lies dir deine eigenen Ziele laut vor und höre in dich hinein: Fühlt sich das gut an? Ist das wirklich realistisch? Glaubst du dran? Willst du es?
5. Hole Hilfe: Erzähle Menschen, von denen du weisst, dass sie hinter dir stehen, von deinen Zielen. Hole Hilfe bei Leuten, die helfen können, sei es mit guten Gedanken (positive Energie zieht positive Energie an), sei es mit aktiver Hilfe und Hilfeleistungen.
6. Hinterfragen: Stelle deine Ziele immer wieder in Frage: Stimmen sie noch, sind es noch Ziele oder hast du dich verändert? Ziele müssen nicht in Stein gemeisselt werden. Die fortschreitende Erkenntnis kann auch Verschiebungen mit sich bringen. Das ist der Fluss des Lebens und starres Festhalten wäre hinderlich.
Und dann geh - geh den Weg und schreite vorwärts. Mit Vertrauen in dich und deine Kraft. Mit Zuversicht, das Ziel erreichen zu können und mit Freude, den Weg gehen zu dürfen. Und langsam siehst du die Träume wahr werden, Schritt für Schritt. Und jeder Schritt gibt ein gutes Gefühl und lässt dich wachsen. Lässt dein Vertrauen in dich selber wachsen. Träume sind keine Schäume, sie können dein Leben sein. Lebe deinen Traum.
Dienstag, 17. Januar 2012
Vom Leiden
Ich leide, also bin ich. So könnte man teilweise denken, funktioniert das Leben. Irgendwas lässt uns oft leiden, lässt uns unzufrieden sein mit dem Augenblick, der Situation, in der wir stecken. Wir denken dann, das Leben sei schwierig, wir leiden unter Ängsten, unter Sorgen, Nöten. Wir sind enttäuscht oder sehen unsere Erwartungen nicht erfüllt. Wo kommt dieses Leiden her?
Patanjali nennt in seinen Yoga-Sutras (II,3) fünf leidvolle Zustände: Nichtwissen, Ichgefühl, Begierde, Hass und Lebenstrieb. Diese fünf Zustände teilt er weiter ein in intellektuelle, emotionale und instinktive.
Nichtwissen oder der Mangel an Weisheit (Avidya) gehört zu den intellektuellen Leiden. Dabei handelt sich aber nicht um Buchwissen, welches mangelt, sondern es ist die Erkenntnisfähigkeit an sich, welche nicht da ist, das spirituelle Wissen, welches fehlt. Man wendet sich dabei falschen Göttern zu wie Materiellem, wie Dingen der äusseren Welt, statt sich auf sich und das Sein zu besinnen und der wahren Erkenntnis nachzuforschen.
Ichgefühl oder Egoismus (Asmita) gehört ebenfalls zu den intellektuellen Leiden. Paart sich das mangelnde spirituelle Wissen mit Hochmut, führt das oft zu Selbstüberschätzung und Egoismus. Das Ego bläht sich auf und ignoriert dabei die wahren Werte im Leben, verletzt das mütfühlende Miteinander, sondern sieht sich selbst als Zentrum des Seins, welches nicht das All-Eins ist, sondern ein Sein als agozentrisches Wesen, getrennt von den andern, welche dem eigenen Ego unterlegen scheinen. Das Gefühl für das natürliche Mass geht dabei verloren, das Masslose nimmt überhand.
Raga (Begierde) Und Dvesa (Hass) gehören zu den emotionalen Leiden. Sowohl die masslosen Begierden, welchen man sich ungehemmt hingibt, als auch zügelloser Hass gegen andere lösen Disharmonien zwischen Körper und Geist aus, bringen einen aus dem eigenen Gleichgewicht. Wenn ich jemanden hasse, füge ich also nicht ihm Leid zu, sondern nur mir selber. Ich verletze mich ständig selber durch dieses zerstörerische Gefühl. Auch die bodenlose Gier vermag nichts Gutes, sondern lässt uns nur ständig im Gefühl des Mangels leben. Wir sehen nie genug, streben immer nach mehr, wollen alles haben, was wir sehen und sehen nicht, was wir eigentlich haben. Leid ist die offensichtliche Folge, psychosomatische Störungen sind nicht weit.
Am Schluss der fünf Leidensformen steht die Lebensgier (Abhinivesa). Frei nach dem Motto "Freunde, wollt ihr ewig leben" fürchten wir uns vor dem Tod, malen ihn in den schwärzesten Farben und wollen nichts mehr, als unser Leben verlängern. Wir klammern uns regelrecht ans Leben, weil wir Angst haben vor dem, was danach kommt. Dieses Klammern läst uns argwöhnisch werden, gegen andere, gegen das Leben selber, die Gefahren, die lauern können. Wir werden selbstsüchtig und ichbezogen, weil wir für uns das Leben gepachtet haben, wir es leben wollen und wir die am Leben haben wollen, die um uns sind und für uns wertvoll. Indem wir uns aber so verbissen an das Leben klammern, verstricken wir uns in Todesängsten, welche dem Leben die lebendigkeit nehmen. Wir sind verbissen, verbohrt und ängstlich. Und wir leiden.
Patanjali rät nun dem Sadhaka (dem Übenden), genau hinzusehen, wenn er leidet: woher kommt mein Leiden? Was ist der wirkliche Ursprung meines Leidens? Oft leiden wir vordergründig an etwas, das sich in Ketten auf ein erstes Glied zurückführen lässt - welches dann einer der fünf genannten Leidensformen entspricht. Und wenn wir diese erkannt haben, können wir sie bewusst angehen und daran arbeiten, sie zu überwinden. Wenn man nach den yogischen Prinzipien der Yamas und Niyamas lebt, die Asanas und Pranayama übt, lassen sich die Leiden im Ansatz unterbinden. Aber am Anfang steht das Bewusstsein und die Selbsterkenntnis. Die stehen jedem offen, der sie sehen will.
Patanjali nennt in seinen Yoga-Sutras (II,3) fünf leidvolle Zustände: Nichtwissen, Ichgefühl, Begierde, Hass und Lebenstrieb. Diese fünf Zustände teilt er weiter ein in intellektuelle, emotionale und instinktive.
Nichtwissen oder der Mangel an Weisheit (Avidya) gehört zu den intellektuellen Leiden. Dabei handelt sich aber nicht um Buchwissen, welches mangelt, sondern es ist die Erkenntnisfähigkeit an sich, welche nicht da ist, das spirituelle Wissen, welches fehlt. Man wendet sich dabei falschen Göttern zu wie Materiellem, wie Dingen der äusseren Welt, statt sich auf sich und das Sein zu besinnen und der wahren Erkenntnis nachzuforschen.
Ichgefühl oder Egoismus (Asmita) gehört ebenfalls zu den intellektuellen Leiden. Paart sich das mangelnde spirituelle Wissen mit Hochmut, führt das oft zu Selbstüberschätzung und Egoismus. Das Ego bläht sich auf und ignoriert dabei die wahren Werte im Leben, verletzt das mütfühlende Miteinander, sondern sieht sich selbst als Zentrum des Seins, welches nicht das All-Eins ist, sondern ein Sein als agozentrisches Wesen, getrennt von den andern, welche dem eigenen Ego unterlegen scheinen. Das Gefühl für das natürliche Mass geht dabei verloren, das Masslose nimmt überhand.
Raga (Begierde) Und Dvesa (Hass) gehören zu den emotionalen Leiden. Sowohl die masslosen Begierden, welchen man sich ungehemmt hingibt, als auch zügelloser Hass gegen andere lösen Disharmonien zwischen Körper und Geist aus, bringen einen aus dem eigenen Gleichgewicht. Wenn ich jemanden hasse, füge ich also nicht ihm Leid zu, sondern nur mir selber. Ich verletze mich ständig selber durch dieses zerstörerische Gefühl. Auch die bodenlose Gier vermag nichts Gutes, sondern lässt uns nur ständig im Gefühl des Mangels leben. Wir sehen nie genug, streben immer nach mehr, wollen alles haben, was wir sehen und sehen nicht, was wir eigentlich haben. Leid ist die offensichtliche Folge, psychosomatische Störungen sind nicht weit.
Am Schluss der fünf Leidensformen steht die Lebensgier (Abhinivesa). Frei nach dem Motto "Freunde, wollt ihr ewig leben" fürchten wir uns vor dem Tod, malen ihn in den schwärzesten Farben und wollen nichts mehr, als unser Leben verlängern. Wir klammern uns regelrecht ans Leben, weil wir Angst haben vor dem, was danach kommt. Dieses Klammern läst uns argwöhnisch werden, gegen andere, gegen das Leben selber, die Gefahren, die lauern können. Wir werden selbstsüchtig und ichbezogen, weil wir für uns das Leben gepachtet haben, wir es leben wollen und wir die am Leben haben wollen, die um uns sind und für uns wertvoll. Indem wir uns aber so verbissen an das Leben klammern, verstricken wir uns in Todesängsten, welche dem Leben die lebendigkeit nehmen. Wir sind verbissen, verbohrt und ängstlich. Und wir leiden.
Patanjali rät nun dem Sadhaka (dem Übenden), genau hinzusehen, wenn er leidet: woher kommt mein Leiden? Was ist der wirkliche Ursprung meines Leidens? Oft leiden wir vordergründig an etwas, das sich in Ketten auf ein erstes Glied zurückführen lässt - welches dann einer der fünf genannten Leidensformen entspricht. Und wenn wir diese erkannt haben, können wir sie bewusst angehen und daran arbeiten, sie zu überwinden. Wenn man nach den yogischen Prinzipien der Yamas und Niyamas lebt, die Asanas und Pranayama übt, lassen sich die Leiden im Ansatz unterbinden. Aber am Anfang steht das Bewusstsein und die Selbsterkenntnis. Die stehen jedem offen, der sie sehen will.
Sonntag, 15. Januar 2012
Gut ist nicht gut genug
Ich muss perfekt sein. Alles, was nicht perfekt ist, ist nicht gut genug und reicht nicht. Und ich will doch genügen, will doch gut genug sein. Also strenge ich mich an. Ich versuche, Fehler zu vermeiden. Weil: wenn ich Fehler mache, bin ich nicht gut genug, werde kritisiert, werde vielleicht abgelehnt.
Was ist ein Fehler? Ist ein Fehler, mich nich so zu verhalten, wie mein Gegenüber es von mir erwartet? Ist ein Fehler, mich nicht so zu verhalten, wie es für imch stimmt? Was, wenn die beiden auseinander driften? Was ist dann richtig? Was falsch? Und wer entscheidet es?
Setzen wir uns nicht tagtäglich unter Druck, Ansprüche zu erfüllen, die wir als erfüllenswert oder gar als Pflicht sehen, sie zu erfüllen? Wer hat die Ansprüche? Wir selber? Unsere Eltern? Die Gesellschaft? Freunde? Familie? Lehrer? Arbeitgeber? Und wie sehen die Ansprüche aus? Und wer sagt, dass wir sie wirklich erfüllen müssen? Was ist ein gerechtferitgter Anspruch? Und hinterfragen wir die Ansprüche überhaupt, bevor wir uns den Druck machen, sie zu erfüllen? Oder nehmen wir sie als quasi gegeben und strampeln uns ab wie ein Hamster im Rad, uns selber verurteilend, wenn wir aus dem Rad purzeln oder aber das Rad von der Stange fällt?
Was ist Druck? Wie fühlt er sich an? Gut? Eher nicht? Er drückt nieder, im wahrsten Sinne des Wortes. Er belastet, macht klein, macht unfrei, setzt Ängste frei. Die Ängste lassen den Druck nochmals wachsen und bringt neue Ansprüche: was wir alles erfüllen müssen, um die Ängste zu entkräften, sie nicht wahr werden zu lassen. Und so sind wir im ständig wachsenden Druck, bis wir erdrückt sind - uns selber erdrückt haben.
Wo liegt der Ausweg? In der Zeit und im Vertrauen. Im Vertrauen darauf, dass das, was für uns gut ist, kommen wird - wenn wir ihm die Zeit geben. Und dazu müssen wir bei uns bleiben und uns den Raum geben. Den Raum, herauszufinden, was wir erfüllen wollen, nicht was wir denken, dass wir es sollen. Wir müssen uns das Vertrauen schenken, dass wir mit dem, was uns entspricht, was wir als unser Sein erkennen, dahin finden werden, wo wir hin wollen. Das Vertauen und die Zeit werden Energien schaffen, die im Aussen Resonanz finden. Und plötzlich eröffnen sich Perspektiven, Türen gehen auf. Ohne Angst, ohne Druck.
Vertauen läst frei werden. Wenn wir uns die Zeit dazu nehmen und sie uns auch geben. Und dann wird auch niemand anders mehr Ansprüche stellen können, weil wir selber unseren Weg gehen und das angehen, was dahin führt, wo wir hin wollen. Dann können wir mit Goethe sagen: Frei ist, wer mag was er muss. Und müssen tun wir nur das, was wir auch wollen, um unsere Ziele zu erreichen. Und dessen müssen wir uns bewusst sein. Es heisst nicht, dass wir frei von jeglichem Tun sind, nur noch Warten auf Godot betreiben. Arbeiten müssen wir - aber für uns und unsere Ziele. Und das setzt uns frei.
Es wäre nun nicht gut, mit aller Macht Ziele zu verfolgen. Sie angespannt und verbissen erreichen zu wollen. Nur die nötige Gelassenheit wird uns dahin führen. Und dann ist gut gut genug, weil gut genau das ist, was es sein soll. Und das, was ist, wird gut sein.
Was ist ein Fehler? Ist ein Fehler, mich nich so zu verhalten, wie mein Gegenüber es von mir erwartet? Ist ein Fehler, mich nicht so zu verhalten, wie es für imch stimmt? Was, wenn die beiden auseinander driften? Was ist dann richtig? Was falsch? Und wer entscheidet es?
Setzen wir uns nicht tagtäglich unter Druck, Ansprüche zu erfüllen, die wir als erfüllenswert oder gar als Pflicht sehen, sie zu erfüllen? Wer hat die Ansprüche? Wir selber? Unsere Eltern? Die Gesellschaft? Freunde? Familie? Lehrer? Arbeitgeber? Und wie sehen die Ansprüche aus? Und wer sagt, dass wir sie wirklich erfüllen müssen? Was ist ein gerechtferitgter Anspruch? Und hinterfragen wir die Ansprüche überhaupt, bevor wir uns den Druck machen, sie zu erfüllen? Oder nehmen wir sie als quasi gegeben und strampeln uns ab wie ein Hamster im Rad, uns selber verurteilend, wenn wir aus dem Rad purzeln oder aber das Rad von der Stange fällt?
Was ist Druck? Wie fühlt er sich an? Gut? Eher nicht? Er drückt nieder, im wahrsten Sinne des Wortes. Er belastet, macht klein, macht unfrei, setzt Ängste frei. Die Ängste lassen den Druck nochmals wachsen und bringt neue Ansprüche: was wir alles erfüllen müssen, um die Ängste zu entkräften, sie nicht wahr werden zu lassen. Und so sind wir im ständig wachsenden Druck, bis wir erdrückt sind - uns selber erdrückt haben.
Wo liegt der Ausweg? In der Zeit und im Vertrauen. Im Vertrauen darauf, dass das, was für uns gut ist, kommen wird - wenn wir ihm die Zeit geben. Und dazu müssen wir bei uns bleiben und uns den Raum geben. Den Raum, herauszufinden, was wir erfüllen wollen, nicht was wir denken, dass wir es sollen. Wir müssen uns das Vertrauen schenken, dass wir mit dem, was uns entspricht, was wir als unser Sein erkennen, dahin finden werden, wo wir hin wollen. Das Vertauen und die Zeit werden Energien schaffen, die im Aussen Resonanz finden. Und plötzlich eröffnen sich Perspektiven, Türen gehen auf. Ohne Angst, ohne Druck.
Vertauen läst frei werden. Wenn wir uns die Zeit dazu nehmen und sie uns auch geben. Und dann wird auch niemand anders mehr Ansprüche stellen können, weil wir selber unseren Weg gehen und das angehen, was dahin führt, wo wir hin wollen. Dann können wir mit Goethe sagen: Frei ist, wer mag was er muss. Und müssen tun wir nur das, was wir auch wollen, um unsere Ziele zu erreichen. Und dessen müssen wir uns bewusst sein. Es heisst nicht, dass wir frei von jeglichem Tun sind, nur noch Warten auf Godot betreiben. Arbeiten müssen wir - aber für uns und unsere Ziele. Und das setzt uns frei.
Es wäre nun nicht gut, mit aller Macht Ziele zu verfolgen. Sie angespannt und verbissen erreichen zu wollen. Nur die nötige Gelassenheit wird uns dahin führen. Und dann ist gut gut genug, weil gut genau das ist, was es sein soll. Und das, was ist, wird gut sein.
Freitag, 13. Januar 2012
Das Leben ist hart
Viele Sprüche besagen die Härte des Lebens, das Leben sei "a bitch", es sei unfair, es sei grausam und schrecklich gemein. Wieso ist das so? Ist das wirklich wahr? Was macht das Leben hart? Doch der Umstand, dass es nicht so läuft, wie wir uns das selber ausmalen. Wir haben unsere Wünsche und Vorstellungen und möchten das Leben genau so ablaufen sehen. Leider stellt das ab und an die Weichen anders und alles Gegensteuern hilft nichts. Es kommen Schicksalsschläge, Schwierigkeiten, Hindernisse und wir sehen die Träume wie Wolken am Himmel dahinziehen, uns selber aber langsam in eine andere, nicht gewünschte Richtung driften. Und wir versuchen, die Wolke noch zu erhaschen, in dem verzweifelten Versuch verdammen wir die eigene Richtung immer noch mehr und hadern dann mit der Härte des Lebens, das uns zumutet, das zu erleben, was wir erleben.
Aber ist damit das Leben wirklich hart? Ist es wirklich unfair? Oder sind wir nicht selber die, die es mit unseren Gedanken dazu machen? Lehren wir nicht unsere Kinder, dass man nicht alles haben kann im Leben, dass man auch ab und an unangenehme Dinge bewältigen muss, Frustration aushalten sollte? KLar wäre es schöner, täglich Schokolade zu essen, statt Spinat, klar möchte man lieber draussen spielen, als ständig Hausaufgaben machen zu müssen. Und logischerweise macht Zimmer aufräumen keinen Spass. Wenn das Kind dann aber motzt und tobt und hadert und zürnt, sind wir sehr überzeugt von der Meinung, dass gewisse Dinge eben unabänderlich sind und man sie nun mal hinnehmen muss. Wo bleibt diese Überzeugung, wenn es uns nicht läuft, wie wir gerne möchten? Wo bleibt die Gelassenheit, das anzunehmen und sich drein zu schicken?
Theorie und Praxis sind oft zwei Paar Schuhe. Was man selber erlebt ist meist drückender als das, was man bei andern sieht und theoretisch bewerten kann. Die eigenen Gefühle zum Geschehen sind doch prägender als die Philosophie dahinter. Ab und an hilft es, sich daran zu erinnern, wenn man gerade wieder dabei ist, mit dem Schicksal zu hadern, zu schimpfen und zu zaudern. Das lässt den Frust nicht verschwinden, das lässt auch die Wünsche nicht kleiner werden. Auch muss die Trauer über deren Nichterfüllung nicht schwinden, aber es hilft vielleicht, ein wenig von der Kraft der Enttäuschung wegzunehmen und sie dann dafür zu nutzen, die aktuelle Situation anzunehmen und daraus was Gutes zu machen. Manchmal nicht gleich, aber vielleicht mit der Zeit.
Shit happens - aber es ist immer noch besser als Verstopfung. :)
Aber ist damit das Leben wirklich hart? Ist es wirklich unfair? Oder sind wir nicht selber die, die es mit unseren Gedanken dazu machen? Lehren wir nicht unsere Kinder, dass man nicht alles haben kann im Leben, dass man auch ab und an unangenehme Dinge bewältigen muss, Frustration aushalten sollte? KLar wäre es schöner, täglich Schokolade zu essen, statt Spinat, klar möchte man lieber draussen spielen, als ständig Hausaufgaben machen zu müssen. Und logischerweise macht Zimmer aufräumen keinen Spass. Wenn das Kind dann aber motzt und tobt und hadert und zürnt, sind wir sehr überzeugt von der Meinung, dass gewisse Dinge eben unabänderlich sind und man sie nun mal hinnehmen muss. Wo bleibt diese Überzeugung, wenn es uns nicht läuft, wie wir gerne möchten? Wo bleibt die Gelassenheit, das anzunehmen und sich drein zu schicken?
Theorie und Praxis sind oft zwei Paar Schuhe. Was man selber erlebt ist meist drückender als das, was man bei andern sieht und theoretisch bewerten kann. Die eigenen Gefühle zum Geschehen sind doch prägender als die Philosophie dahinter. Ab und an hilft es, sich daran zu erinnern, wenn man gerade wieder dabei ist, mit dem Schicksal zu hadern, zu schimpfen und zu zaudern. Das lässt den Frust nicht verschwinden, das lässt auch die Wünsche nicht kleiner werden. Auch muss die Trauer über deren Nichterfüllung nicht schwinden, aber es hilft vielleicht, ein wenig von der Kraft der Enttäuschung wegzunehmen und sie dann dafür zu nutzen, die aktuelle Situation anzunehmen und daraus was Gutes zu machen. Manchmal nicht gleich, aber vielleicht mit der Zeit.
Shit happens - aber es ist immer noch besser als Verstopfung. :)
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